Gästebuch
Sehr geehrte Projektgruppe
Ich begrüße außerordentlich die geplante Einrichtung eines richtigen !!! Museums in Peenemünde ,das auch den Namen Museum verdient,und sich der historischen Tatsachen auf sachlicher Basis verpflichtet fühlt .Wer sich wie ich mal die Mühe macht ,sich mit den Peenemünder Veteranen an einen Tisch zu setzen und sachlich über den geschichlichen Kontext der Raketenentwicklung zu sprechen ,kommt zu sehr interessanten Erkenntnissen ,die mit der offiziellen Geschichtsdarstellung wenig gemein haben ! Ehre wem Ehre gebührt ! Sehr deutlich werden die gewaltigen technischen Leistungen der Wernher von Braun -Gruppe wenn man Ihre Leistungen mit den heutigen Leistungen der europäischen Raumfahrtindustrie vergleicht .Im 40.Jahr der Mondlandung können die Deutschen und die anderen Raumfahrtnationen ja mal zeigen ,was sie drauf haben .Ich bin sehr auf die Ergebnisse gespannt und verfolge mit Ungeduld was die Politik noch zum Wohle der Bürger und der ganzen Menschheit zu Tun bereit ist .
Großartig, der Leserbrief von Michael Hartlieb ! Klar, dass Alles „Unbegreifliche“ und in der Vergangenheit tatsächlich (auch das „Positive“) passierte, von den Medien erstmal Negativ dargestellt wird. Am besten erst mal entschuldigen, für etwas, wofür man sich gar nicht entschuldigen muss, im Gegenteil ! Ohne diese wichtige Forschungstätigkeit hätte die Raumfahrt niemals realisiert werden können. Interessant zu dem ist auch zu wissen, dass zum Ende des 2. Weltkrieges das damalige Russland sich eben auch einen Teil dieser Forscher als Kriegsgefangene „geholt hat“, um ebenfalls an dem „Wettlauf um den ersten Platz“ im Weltall teilnehmen zu können. Ich habe tatsächlich das Glück, neben noch vielen Anderen zu einer Generation zu gehören, die vieles aus diesem „Wettlauf“ noch direkt miterlebt haben, was heute bereits (und absolut unzureichend) in den Geschichtsbüchern steht ! Der Erfolg dieser Forschung beruht hauptsächlich auf dem unsäglichen Leid und Tot von Zwangsarbeitern und anderen Menschen, die keine Wahl hatten diesen Horror so weit es ging, für sich durch zu halten, so gut es irgendwie auch nur ging. Diesen gequälten Menschen kann man kein besseres Denkmal setzen. Zu dem wird damit auch endlich mal möglich, unserer sehr falsch und absolut einseitig informierten Jugend, eine historisch und menschlich(!) wichtige Tatsache zu zuführen. Im Übrigen habe ich weder aus der USA, noch aus der ehemaligen UDSSR irgend etwas zu dem Thema Zwangsarbeiter, Folter, Hunger und Tot dieser Menschen in diesem Zusammenhang gehört ! Ich bin der festen Ansicht, dass aus dem Wörterbuch dieser Personen das Wort „Scham“ eindeutig und endgültig gestrichen wurde. Aber wir entschuldigen uns erstmal immer weiter …
Ich hoffe auf ein gutes und erfolgreiches Gelingen dieses Denkmales für unsere Nachkommen, also unsere Kinder ! Ich sehe dies auch als eine Pflicht an, um Dinge so dar zu stellen, wie sie tatsächlich waren und den Jenigen, die sich mit „fremden Lorbeeren“ schmücken, auch mal mit der Nase drauf zu „schubsen“, woraus und aus welchem Leid heraus deren Erfolg zu Stande kam.
Thomas Meuser
....] Wer sich wie ich mal die Mühe macht ,sich mit den Peenemünder Veteranen an einen Tisch zu setzen und sachlich über den geschichtlichen Kontext der Raketenentwicklung zu sprechen ,kommt zu sehr interessanten Erkenntnissen ,die mit der offiziellen Geschichtsdarstellung wenig gemein haben ! [... Zitat Michael Hartlieb.
...] Klar, dass Alles „Unbegreifliche“ und in der Vergangenheit tatsächlich (auch das „Positive“) passierte, von den Medien erst mal Negativ dargestellt wird. Am besten erst mal entschuldigen, für etwas, wofür man sich gar nicht entschuldigen muss, [..... Zitat Thomas Meuser.
Es ist etwas ungewöhnlich ein Gästebucheintrag mit Zitaten aus vorhergehenden Einträgen zu beginnen, aber es sind die „Meinungen“ die dise Einträge wiederspiegeln und unsere Zerrissenheit in der Darstellung mancher geschichtlicher Ereignisse hervor bringt !
Es steht hier zweifellos wider Technische Errungenschaft kontra menschlichem Schicksals in einem Barbarischen Unrechtssystem . Ich halte es grundsätzlich für positiv und nützlich sich kontrovers über Errungenschaften und Verantwortung aus der Vergangenheit auszutauschen, nur sollte man irgendwann damit beginnen das Pferd nicht von hinten aufzuzäumen .
Sicher, man kann sich mit Peenemünder Veteranen oder auch mit überlebenden des KZ Dora zusammen setzen. Aber man kann auch auf beides verzichten und sich dem Studium der Dokumente widmen, die nicht aus der Erinnerung entstanden Sind, sonder den Moment wiederspiegelt in dem sie entstanden sind . Und wenn man das tut, kommt man zu nicht weniger interessanten und vor allen Dingen nochmals anderen Erkenntnissen !
Ich begrüße die Absicht ein „Museum“ auf den Ruinen menschlicher oder unmenschlicher Tragik zu errichten, einem Symbol für das was der Mensch letztlich in seiner Widersprüchlichkeit ist. Vielleicht wird es möglich einen Platz zu schaffen an dem die Historie dargestellt wird wie sie war und ist, ohne zu bewerten. Ohne Lob und ohne Verurteilung, eine aneinander Kettung von Tatsachen und Ursachen für Ereignisse an denen wir unseren Nutzen aber auch unsere Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft haben .
Schön wäre auch, wenn in solch einem Museum die zusammenhänge zwischen Entwicklung, Einsatz und Serienfertigung etwas deutlicher und vor allem korrekt dargestellt werden würde als es bisher getan wird. Auch das Netzwerk der von Peenemünde aus koordinierten dezentralen Entwicklung, Fertigung und Serienabnahme des A4 wird bisher kaum Rechnung getragen . Es hat einen Grund warum die Abteilung Waffenprüfung 11 des Heereswaffenamtes in Peenemündes „Heeresversuchsanstalt“ hieß und nicht Heeresentwicklungsanstalt“ !
Ein bisschen von dem was hier angesprochen sein soll findet man auf nachfolgender Webseite :
http://www.v2werk-oberraderach.de/Pruefstaende_2_1.html
http://www.v2werk-oberraderach.de/Sauers[..] wünsche der „PROJEKTGRUPPE TECHNIKMUSEUM PEENEMÜNDE“ ein gutes gelingen und sollten es mal Fragen zur Historie der Wa Prüf 11, der Technik dem A4 und seiner Abarten und dem „drum herum“ geben sollte, dann sollte sich keiner scheuen auch mal am Ort des ersten A4 Nachbauwerkes und Außenstelle der Heeresanstalt Peenemünde nachzufragen !
Gruß vom Bodensee
Thomas Kliebenschedel
Autor u. Webmaster : www.v2werk-oberraderach.de
Mitglied der : International V2 Research Group
Das Museum zeigt die technologische Entwicklung sehr gut auf. Eine beeindruckende Darstellung und informative Gestaltung der Ausstellung. Gratulation!
Kleiner Kommentar zum Presseartikel im
Technikforum Nr. 3 / 2009
( Zitat :„Für den Tourismus sind solche Anlagen von unschätzbarem Wert“. Den wirtschaftlichen Nutzen für
die Region beurteilen jedoch nicht alle gleich. Das HTI beispielsweise sieht in dem Projekt vornehmlich
eine Konkurrenz und Umwelt sowie Denkmalschützer befürchten Schäden. )
Nun, das die Umweltschützer Schäden an ihrem noch einzurichtenden künstlich zu schaffenden Naturparadies befürchten, wundert nicht.
Das ist nachvollziehbar und verständlich, allerdings bezweifle ich das Denkmalschützer Schäden durch ein Projekt befürchten das dem erhalt Historischen Hinterlassenschaften dient.
Letztlich ist der Denkmalschutz in Mecklenburg im Bezug zu Peenemünde eine Farce ! Ein echter Denkmalschutz, der auch eine Wissenschaftlich geführte Historische Aufarbeitung beinhaltet ist bis heute nicht erkennbar.
Das geplantes Naturprojekt steht im Widerspruch zum Denkmalschutz und fördert die Zerstörung noch erhaltener Artefakte aus der Entwicklungs- und Erprobungszeit der Heeresversuchsanstalt.
Eine seit 2004 privat durchgeführte Erfassung aller aus Peenemünde stammenden, bei dem weltweit größten Online Auktionshaus zum Verkauf angebotenen Bodenfund- Stücke ergab bis heute, mehr als 1000 verkaufte Fundstücke größten teils aus der Entwicklung und der Erprobung des A4 .
Bei einigen dieser Fundstücke handelt es sich um einzigartige Teile aus der Entwicklung der Raketentechnik die in den Bereich der Grundlagenforschung eingereiht werden müssen .
Jeder Archäologe weis welche Wissenschaftliche Bedeutung derartige Fundstücke besitzen und als Informationsträger einmalig sind . Nur der Denkmalschutz in Mecklenburg funktioniert für diese Epoche der Zeitgeschichte absolut nicht !
Das bisher keinen der Auktionsanbieter nachgewiesen werden konnte, das die Teile Illegal in neuerer zeit geborgen wurden und man mangels Nachweis einer Illegalen Entnahme den Verkauf wohl zur Kenntnis nimmt , aber nichts weiteres dagegen tut, zeigt wie proffesionell in Mecklenburg gearbeitet wird. Das simple Laboruntersuchungen an den auf Angebotsbilder sichtbar anhaftenden Pflanzen und Bodenresten die zeit der Bergung einschränken lässt, oder allein schon die Art der Fundstücke eine Aussage über die Herkunft innerhalb des Areals zulässt , ist den Denkmalschützern völlig entgangen. Es gibt auf Usedom genug Geschichtsbewusste Mitbürger die Ehrenamtlich eine Inventarisierung durchführen würden, allein schon um illegale entnahmen einzuschränken. Hätte man im Jahr 2000 damit begonnen, würde es heute nicht ein Stück im privaten Internethandel geben das nicht registriert wäre, aber ob solche Ideen in Schwerin wirklich ein offenes Ohr finden, kann wohl getrost bezweifelt werden ! Das einzigst posetiefe am Handel von Bodenfunden über das Online- Auktionshaus ist, das die
Sachen vor einer Zerstörung durch Umwelteinflüssen geschützt sind. In manchen fällen wird es auch möglich Historisch wertvolle Artefakte aus offensichtlich legaler aber in Fachkreisen dennoch als zweifelhafter Herkunft angesehenen Quellen, zu erwerben und einer Qualifizierten Sammlung zuzuführen.
Sei es nun am Mangel an Sachkompetenz, die das HTI wohl ebenso nicht liefert, oder aus Gründen der Verdrängung unliebsamer Geschichte, ein Schaden im Sinne des Denkmalschutz verursacht das Projekt des Technikmuseums mit Sicherheit nicht, solange das Land Mecklenburg dis selbst erledigt !
T. Kliebenschedel
Hallo und danke für diese schöne und informative Website. Wenn ich mal wieder in der schönen Stadt Peenemünde bin, werde ich auf jeden Fall mal vorbeischauen. Weiter so! Beste Grüße, Nobbi
Im Sommer bin ich für zwei Tage in Pennemünde und werde auf jeden Fall vorbeischauen!
